PaxLock Pro2: Drahtlose Zutrittskontrolle ohne Kabelaufwand

PaxLock Pro2 von Paxton ist ein batteriebetriebener elektronischer Türbeschlag, der Zutrittskontrolle direkt in die Tür integriert – ohne Stromkabel, ohne Leitungsaufwand, ohne bauliche Eingriffe. Er eignet sich für Büros, Praxen, Hotels und gewerbliche Objekte, in denen einzelne Türen oder ganze Zugangsbereiche kontrolliert und zentral verwaltet werden sollen. GRAEF plant, installiert und wartet Zutrittslösungen auf Basis von PaxLock Pro2 für Objekte unterschiedlicher Größe – deutschlandweit.
Batteriebetrieb statt Kabelzug: das Grundprinzip
Klassische Zutrittskontrolle setzt Strom am Türrahmen voraus – das bedeutet Leitungsverlegung, Elektriker und Eingriffe in Wand und Tür. PaxLock Pro2 geht diesen Weg nicht. Vier AA-Alkalinebatterien versorgen den Beschlag mit Energie für bis zu 55.000 Betätigungen. Die Kommunikation mit dem Managementsystem – Net2 oder Paxton10 – erfolgt drahtlos über eine Air Bridge oder einen Wireless Connector.
Das Ergebnis: Türen lassen sich in ein Zutrittssystem einbinden, an denen eine Kabelinstallation unpraktisch oder kostspielig wäre – Innentüren in denkmalgeschützten Gebäuden, Büros in gemieteten Etagen oder Besprechungsräume, die flexibel umgewidmet werden. Für eine erste Einschätzung, ob PaxLock Pro2 für Ihr Objekt geeignet ist, steht unser Team über das Anfrageformular zur Verfügung.
- Keine externe Stromleitung zum Beschlag erforderlich
- Bis zu 55.000 Betätigungen mit einer Batterieladung
- Drahtlose Kommunikation mit Net2 (2,4 GHz) oder Paxton10 (Bluetooth)
- AES128-Verschlüsselung der Funkverbindung
- Bis zu 50.000 Nutzer im Online-Betrieb verwaltbar
- 16.000 Ereignisse lokal gespeichert
Flexibler Lesermodus und Identifikationsmedien
PaxLock Pro2 verfügt über einen Zweifrequenz-Leser, der Transponder bei 125 kHz und 13,56 MHz verarbeitet. Unterstützt werden Paxton-Transponder, EM4100/02 sowie MIFARE. In Paxton10-Umgebungen können zusätzlich verschlüsselte Paxton-Identifikationsmedien genutzt werden – mit deutlich höherem Kopierschutz als bei einfachen EM-Karten.
Im Paxton10-Betrieb lässt sich der Bluetooth-Modus individuell je Tür festlegen: Transponder-Modus für klassisches Vorhalten der Karte, Touch to Enter für Smartphone-Zugang mit Berühren des Beschlags, oder Bluetooth deaktiviert für rein kartenbasierten Zutritt. Ergänzend kann eine biometrische Verifikation aktiviert werden: Der Nutzer muss sein Smartphone per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung entsperren, bevor der Zutritt gewährt wird. Diese Funktion schützt vor dem Missbrauch verlorener Geräte. Wer Paxton bereits im Einsatz hat, findet auf unserer Seite zum Paxton Entry Touchpanel weitere Informationen zu den Bedienoberflächen des Systems.
Empfehlung zur Medienwahl
Nicht alle unterstützten Formate bieten denselben Schutz: EM4100/02-Karten lesen lediglich eine Seriennummer und bieten niedrigen Kopierschutz. MIFARE-Karten lesen die UID mit ebenfalls niedrigem Kopierschutz. Für sicherheitssensible Zugangspunkte empfehlen sich verschlüsselte Paxton-Medien, die ausschließlich in Paxton10 nutzbar sind. Die Wahl des Identifikationsmediums ist Teil der Sicherheitsplanung – nicht nur eine technische Nebenfrage.
Privatsphäre-Funktion für Besprechungsräume und Einzelbüros
PaxLock Pro2 verfügt über eine Aktionstaste auf der Innenseite, die einen digitalen Privatsphäre-Modus aktiviert. Ist dieser aktiv, werden auch gültige Transponder abgewiesen – der Raum bleibt ungestört. Eine rote LED signalisiert den aktiven Modus. Sobald der Raum verlassen und der innere Türgriff betätigt wird, endet der Privatsphäre-Modus automatisch; die LED blinkt grün zur Bestätigung.
Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert und muss in der Software freigeschaltet werden – in Net2 ab Version 7, in Paxton10 ab SR7. Für Umgebungen mit vertraulichen Besprechungen oder Einzel-Büros ist das eine praktische Ergänzung zur normalen Berechtigungsverwaltung. Ähnliche Flexibilität bietet im cloudbasierten Segment auch Paxton Solo als schlanker Ansatz für moderne Zutrittssysteme ohne lokale Serverinfrastruktur.
Einsatzgrenze beachten
Paxton empfiehlt PaxLock Pro2 für Türen mit bis zu 75 Betätigungen täglich. Bei stärker frequentierten Zugängen – etwa Haupteingänge in größeren Bürokomplexen oder Lagereingänge – ist eine kabelgebundene Lösung die zuverlässigere Wahl. GRAEF berät bei der Auswahl, welcher Zutrittspunkt welche Technik benötigt.
Installation, Wartung und Service durch GRAEF
GRAEF übernimmt den gesamten Prozess: Bestandsaufnahme vor Ort, Prüfung von Türzustand und Schlosskasteneignung, normgerechte Montage sowie Inbetriebnahme und Konfiguration in Net2 oder Paxton10. Nach der Installation bieten wir regelmäßige Wartung an – empfohlen wird eine jährliche Inspektion, um Systemleistung und Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten.
PaxLock Pro2 ist nach EN 1634-1 für Holz-Brandschutztüren der Klassen FD30 und FD60 zertifiziert sowie nach EN179 für Notausgänge zugelassen – jeweils mit dem passenden Zubehörkit. Diese Zertifizierungen sind bei der Planung normkonformer Gebäude entscheidend. Im GRAEF Onlineshop finden Sie Paxton-Produkte und Zubehör. Für eine objektbezogene Beratung nutzen Sie unser Kontaktformular – wir melden uns zeitnah.
Für Türen mit bis zu 75 Betätigungen täglich, Türbreiten von 35 bis 62 mm und Schlosskästen nach DIN 18251-1. Auch für Brandschutztüren FD30/FD60 und Notausgänge (EN179) zugelassen – jeweils mit dem passenden Zubehör.
Paxton-Transponder, EM4100/02, MIFARE sowie – ausschließlich in Paxton10 – verschlüsselte Paxton-Medien mit hohem Kopierschutz.
Ja. GRAEF wartet und betreut Paxton-Installationen unabhängig davon, ob die Erstinstallation durch GRAEF erfolgt ist.

